Steuern & Recht · 6 Min. Lesezeit
Steuern für Anleger: Die Basics, die bares Geld wert sind
Steuern sind bei der Geldanlage kein Randthema: Wer die Grundlagen kennt, holt ohne Mehrrisiko oft mehrere hundert Euro pro Jahr heraus. Die wichtigsten Hebel im Überblick.
1. Sparerpauschbetrag: 1.000 € geschenkt
Kapitalerträge sind bis 1.000 € pro Person und Jahr steuerfrei (Ehepaare: 2.000 €) — aber nur, wenn du einen Freistellungsauftrag bei deiner Bank einrichtest. Ohne ihn führt die Bank ab dem ersten Euro 25 % Abgeltungsteuer plus Soli ab.
Hast du mehrere Depots und Konten, verteile den Freibetrag sinnvoll — oder hole zu viel gezahlte Steuer über die Steuererklärung (Anlage KAP) zurück.
2. Abgeltungsteuer und Teilfreistellung verstehen
Auf Kursgewinne und Dividenden zahlst du pauschal 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer. Bei Aktienfonds und Aktien-ETFs bleiben dank Teilfreistellung 30 % der Erträge steuerfrei — ein eingebauter Vorteil gegenüber Einzelanlagen in manche andere Anlageklassen.
Thesaurierende Fonds unterliegen der Vorabpauschale: einer kleinen jährlichen Vorab-Besteuerung. Klingt kompliziert, erledigt die Depotbank aber automatisch — wichtig ist nur, etwas Verrechnungsguthaben auf dem Konto zu haben.
3. Verluste verrechnen, Haltefristen nutzen
Realisierte Verluste verrechnet die Bank automatisch mit Gewinnen — Aktienverluste allerdings nur mit Aktiengewinnen. Über die Steuererklärung kannst du Verlusttöpfe zwischen Banken übertragen lassen.
Gold und Kryptowährungen sind nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, vermietete Immobilien nach zehn Jahren. Solche Fristen gehören in jede Verkaufsentscheidung — manchmal sind ein paar Monate Warten tausende Euro wert. Für die konkrete Gestaltung gilt: Das ist Terrain des Steuerberaters.
Steuer-Punkte im Jahres-Check →Alle Ergebnisse dienen der ersten Orientierung und ersetzen keine individuelle Anlage-, Versicherungs- oder Steuerberatung.