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Grundlagen · 5 Min. Lesezeit

Strom und Gas: Der Wechsel, der sich jedes Jahr wiederholt

Strom ist ein Produkt ohne Qualitätsunterschied — aus der Steckdose kommt immer dasselbe. Trotzdem zahlen Millionen Haushalte den teuersten verfügbaren Tarif, einfach weil sie nie gewechselt haben.

1. Die Grundversorgung ist die teure Voreinstellung

Wer in eine Wohnung zieht und sich nicht kümmert, landet automatisch beim örtlichen Grundversorger. Das ist gesetzlich so vorgesehen, damit niemand ohne Strom dasteht — es ist aber fast immer der teuerste Tarif am Ort.

Ein Blick auf die letzte Jahresabrechnung genügt: Steht dort „Grundversorgung“ oder „Grundtarif“, zahlst du mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich mehr als nötig. Der Unterschied zum günstigsten Anbieter liegt bei einem Durchschnittshaushalt schnell im dreistelligen Bereich pro Jahr.

2. Was du wissen musst, bevor du vergleichst

Du brauchst zwei Angaben: deine Postleitzahl und deinen Jahresverbrauch in Kilowattstunden. Beides steht auf der Jahresabrechnung. Findest du sie nicht, hilft eine grobe Schätzung — ein Einpersonenhaushalt liegt meist bei 1.500 bis 2.000 kWh, ein Vierpersonenhaushalt bei 3.500 bis 4.500 kWh.

Je höher dein Verbrauch, desto stärker wirkt jeder Cent Preisunterschied. Bei einem Haus mit Wärmepumpe oder einem Elektroauto in der Garage geht es um ganz andere Summen als bei einer Einzimmerwohnung — dort lohnt sich das Vergleichen jedes Jahr aufs Neue.

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Empfehlungslink zu REMIND.ME. Schließt du dort ab, erhält dein Berater eine Vergütung. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten, und du gehst mit dem Klick keine Verpflichtung ein. Der Vergleich läuft beim Anbieter, dort gelten dessen Datenschutzbestimmungen.

3. Warum der günstigste Tarif nicht immer der beste ist

Viele Spitzenplätze in Vergleichen entstehen durch einmalige Neukundenboni. Im ersten Jahr sieht das großartig aus, im zweiten zahlst du den regulären Preis — der dann über dem Marktdurchschnitt liegen kann. Rechne deshalb immer auch das zweite Jahr durch oder plane den nächsten Wechsel gleich mit ein.

Achte außerdem auf die Preisgarantie: Sie gilt oft nur für einen Teil des Preises und nur für einen begrenzten Zeitraum. Und ein klares Ausschlusskriterium sind für mich Anbieter, die Vorkasse oder eine Kaution verlangen — wird das Unternehmen zahlungsunfähig, ist dein Geld weg.

4. Der Wechsel selbst: weniger Aufwand als gedacht

Du kündigst nicht selbst. Der neue Anbieter übernimmt Kündigung und Anmeldung, sobald du den Vertrag abgeschlossen hast. Physisch ändert sich nichts: kein Techniker, keine Unterbrechung, derselbe Zähler, dasselbe Netz. Der örtliche Netzbetreiber bleibt für Störungen zuständig, egal bei wem du deinen Vertrag hast.

Der einzige Handgriff, der bei dir liegt: den Zählerstand zum Stichtag ablesen und weitergeben. Ein Foto reicht. Und trage dir die Kündigungsfrist gleich in den Kalender ein — sonst verlängert sich der Vertrag automatisch, und der nächste Wechsel wird wieder aufgeschoben.

5. Gas: dasselbe Prinzip, kleinerer Hebel

Für Gas gilt fast alles Gesagte genauso — Grundversorgung ist teuer, der Wechsel läuft automatisch, Boni verzerren den Vergleich. Der Unterschied: Wer mit Gas heizt, hat einen sehr viel höheren Jahresverbrauch, dafür schwanken die Preise stärker und die Tarifauswahl ist kleiner.

Praktisch ist, beides im selben Durchgang zu erledigen. Wenn du ohnehin gerade die Jahresabrechnung in der Hand hast, kostet der zweite Vergleich fünf Minuten extra.

6. Was das mit deinen Finanzen zu tun hat

Ein Wechsel bei Strom, Gas und Krankenkasse ist keine Geldanlage — aber er wirkt sofort und dauerhaft, ohne Risiko und ohne dass du auf irgendetwas verzichten musst. Wer dabei 300 € im Jahr freischaufelt, hat eine monatliche Sparrate von 25 € gefunden, die vorher einfach verschwunden ist.

Genau so würde ich es auch angehen: erst die laufenden Kosten aufräumen, dann das freigewordene Geld automatisch sparen lassen. Sonst versickert es wieder im Alltag.

Was 25 € im Monat daraus machen →

Alle Ergebnisse dienen der ersten Orientierung und ersetzen keine individuelle Anlage-, Versicherungs- oder Steuerberatung.

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