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Immobilien · 7 Min. Lesezeit

Immobilien als Kapitalanlage: lohnt sich das noch?

Vermietete Immobilien können ein starker Vermögensbaustein sein — Hebel, Inflationsschutz und Steuervorteile inklusive. Aber nur, wenn die Zahlen stimmen. So bewertest du ein Objekt nüchtern.

1. Die Rendite-Kennzahlen, die zählen

Startpunkt ist die Bruttomietrendite: Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis. Unter 3,5 % wird es ohne deutliche Wertsteigerung oder Mietpotenzial eng. Aussagekräftiger ist die Nettomietrendite, die Verwaltung, Instandhaltung und Mietausfall berücksichtigt.

Entscheidend fürs Monatsbudget ist der Cashflow: Miete minus Rate, Hausgeld, Rücklagen und Steuern. Ein leicht negativer Cashflow kann bei guter Lage tragbar sein — er muss aber bewusst gewählt und finanzierbar sein.

2. Der Hebel-Effekt — Chance und Risiko

Die Magie der Immobilie als Kapitalanlage liegt im Fremdkapital: Du investierst 50.000 € Eigenkapital, aber 100 % der Wertsteigerung und Mieteinnahmen eines 400.000-€-Objekts arbeiten für dich. Zinsen sind bei Vermietung steuerlich absetzbar, die Abschreibung (AfA) senkt dein zu versteuerndes Einkommen.

Der Hebel wirkt in beide Richtungen: Leerstand, Mietausfall oder Sanierungsstau treffen dich ebenfalls gehebelt. Deshalb: Liquiditätsreserve pro Objekt einplanen und nie auf Kante finanzieren.

3. Lage schlägt alles

Kaufpreisfaktor, Zustand, Grundriss — alles verhandelbar oder änderbar. Die Lage nicht. Prüfe Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsmarkt, Leerstandsquote und Infrastruktur der Region. Eine B-Lage in einer wachsenden Stadt schlägt oft die A-Lage einer schrumpfenden.

Nach zehn Jahren Haltedauer ist der Verkaufsgewinn bei Privatverkauf steuerfrei — dein Exit-Szenario gehört von Anfang an in die Kalkulation.

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Alle Ergebnisse dienen der ersten Orientierung und ersetzen keine individuelle Anlage-, Versicherungs- oder Steuerberatung.

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